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Samstag, 11. Januar 2014

Tutorial: Apps für Autoren - 7. Nebulous Notes



Gleich vorweg: Nebulous ist meine Lieblings-Schreib-App für die täglichen Schreibarbeiten. (Für den letzten Schliff verwende ich dann die vorher besprochene App "Textkraft DE").
Aus mehreren Gründen empfiehlt sich Nebulous Notes als gutmütiges Arbeitspferd für Schreibende:

1. Die Cursor-Tasten in der erweiterten Tastatur und die - und das ist ganz ungewöhnlich für Editoren - auch in der iPhone-Version!
2. Weitere zusätzliche Tasten, die zudem vom User frei programmiert werden können. Mit anderen Worten: Nebulous bietet mit dieser Funktion einfache Makros an.
3. Ist die App erst einmal mit der Cloud verbunden - ich bevorzuge die Dropbox - synchronisiert sich Nebulous nicht nur mit dieser Festplatte in der Cloud, es kann
4. den Speicherort dort auch frei wählen. Und mehr noch: Wir können in der Dropbox an einer x-beliebigen Stelle eine neue Datei erzeugen und in diese direkt unseren Text schreiben.
5. Nebulous beherrscht die Markup-Formatierung, die anschließend in HTML-Code umgewandelt werden kann.
6. Mit dem Suchfeld in der erweiterten Tastatur lassen sich Wörter im Text suchen. Mit der ($paste)-Taste können wir danach die Fundstellen ersetzen.
7. Auch in der Dropbox lässt sich nach Dateinamen suchen.

Fazit: eine absolute Kaufempfehlung

Wer sich intensiver einarbeiten will, hier das Handbuch in englisch.



Lesen Sie auch die anderen Beiträge des Schreib-App-Tutorials:

Donnerstag, 9. Januar 2014

Tutorial: Apps für Autoren - 6. Textkraft DE



Dies ist eine Zusatzinformation zu dem in meinem E-Book "Schreiben to go - Wie iPhone, iPad, Evernote und Dropbox Schriftsteller aus ihren stillen Kämmerchen befreit" empfohlenen Texteditor "Textkraft DE". (den Link zu Amazon finden Sie in der rechten Seitenleiste)
Die Schreib-App "Textkraft DE" ist wohl das Beste, was wir im Bereich Texteditor für unser iPad haben können.
Da diese Anwendung intuitiv zu bedienen ist, beschränke ich mich hier nur auf eine stramme Aufzählung dessen, mit was diese App aufwarten kann:

Schreiben

Allem voran: 10 Cursortasten! 
Buchstaben-, Wort-, Satz- und Absatzmarkierung - nach links und rechts auch noch erweiterbar.
Eine Taste für Groß- und Kleinschreibung. (Wie oft muss man in anderen Editoren stattdessen mit der Lupe den falsch-großen oder -kleinen Wortanfang verzweifelt "anzielen" und dann ändern, wobei einem die Apple-Programmierer an dieser Stelle gerne den alt-falschen Zustand immer wieder vorschlagen)
Diese iPad Autokorrektur kann Textkraft komplett ausschalten.
Viele zusätzliche Sonderzeichen
Anführungszeichen, Klammern u. a. in einer zusätzlichen Tastaturzeile
Volltextsuche mit "Ersetzen"-Funktion.

Gestalten

alle HTML-relevanten Textstile wie fett, kursiv, unterstrichen ....
zwei Überschriftstile

Korrigieren

Interaktives Wörterbuch mit Synonymen, die per Tastendruck permanent geöffnet sind und so Teil des Bildschirms werden
Unbekannte Wörter können gelernt werden
zusätzliche Online-Wörterbücher in Textkraft zu öffnen

Import/Export

mit Dropbox, iCloud, Box und iTunes
Versenden per Mailanhang
direkter Austausch mit Pages und Evernote

Zu empfehlen:
mit Textkraft formulieren, in Pages exportieren und dort layouten.

Fazit:
Eine sehr empfehlenswerte Schreib-App. Möglicherweise die beste für das iPad.

Für alle, die es genau wissen wollen, hier das Handbuch zu Textkraft DE



Donnerstag, 2. Mai 2013

Tutorial: Apps für Autoren - 5. iA Writer

  Der IA Writer.
Fangen wir einfach einmal mit den Besonderheiten an:
Der elegante Editor will dem Schreiber eine möglichst "geräuschlose" Umgebung verschaffen. Dazu bietet er zwei Dinge an: 
  • Sobald man mit dem schreiben beginnt, verschwindet auf dem Bildschirm die Kopfleiste. Nichts soll mehr vom eigenen Text ablenken. Und noch besser. 
  • Mit einem Klick auf das Radsymbol oben rechts, verblasst der gesamte Text - bis auf drei Zeilen rund um den Cursor in einem transparenten Grau. Auch dieser "Focus Mode" soll helfen, den Fokus des Schreibers auf den Teil seines Textes zu lenken, den er gerade bearbeitet. 

Focus Mode

Kommt man dann doch nicht umhin, sich von notwendigen Textformatierungen vom Schreiben ablenken lassen zu müssen, wird dies durch eine einfache Markdown-Syntax auf das Notwendigste minimiert. Mit Sternchen und Rauten wird dort agiert. Wer die Symbole noch nicht verinnerlicht hat schickt iA Weiter mit zwei Klicks ( auf das Share-Symbol und dann auf "Preview" in eine entsprechende Befehlsliste. Jetzt erscheint hier der Text einer kurzen Arbeitsanleitung für die iA Writer App. Zunächst so, wie sie verfasst wurde. Mit einem weiteren Klick auf Preview wechselt der Text in die formatierte Fassung. Der Vergleich der beiden zeigt, welche Symbole welche Formatierung bewirken


Text mit Formatierungen

Text mit umgesetzter Formatierung
Neben den Anschlägen zählt die App auch die geschriebenen Wörter mit und gibt zudem eine Abschätzung der Zeit, die ein Leser benötigt um den Text zu lesen. Dazu muss man in der Taskleiste nur kurz auf das Feld mit den Symbol/Wort-Zählungen tippen.

Eine zusätzliche Zeile für die Tastatur lässt das Herz jedes Texters hüpfen: Mit vier Buttons lässt sich der Cursor Buchstabe für Buchstabe oder Wort für Wort zurück oder vorwärts bewegen. Anführungszeichen und Klammern machen das Schreiben merklich leichter. Dass auf der deutschen Variante dieser Zusatztasten das ß und eine Taste für die Umlautpunkte reserviert sind, ist mit der neuen Apple-Tastatur inzwischen Platzverschwendung. Vielleicht reagiert ja iA Writer darauf und belegt diese Tasten irgendwann neu. 

Tastatur mit Zusatztasten

Dokumente werden automatisch gespeichert, mit einem Tippen auf + erzeugt man ein neues. 
Tippt man in der Taskleiste das Dokumenten-Ordner-Symbol an, kann man dort in einer Liste eine File aufrufen, in einen anderen Ordner verschieben (durch Trag und Drop). Man kann sogar einen neuen Ordner dadurch kreieren, dass man eine File auf eine andere schiebt! Nur das Umbenennen dieses Ordners geht offensichtlich an dieser Stelle nicht.

IA Writer kann auch mit iCloud und Dropbox korrespondieren. Synchronisation läuft dabei automatisch, kann aber jederzeit auch durch Klicken auf das Sync-Icon erzwungen werden. 

Exportieren von Text gelingt mit einer Email als Anhang oder als Mailtext.
Zudem lassen sich Texte in mehreren Formaten kopieren und drucken sowie in anderen Apps öffnen.

Die von Apple gelieferten "Beiträge" zum Texterfassen können in den "Einstellungen" des iPads oder iPhones eingestellt werden. Dort können auch mehrere Tastaturen ausgewählt werden, was zum Beispiel für wissenschaftliche Texte von Vorteil ist: Wählt man nämlich die griechische Tastatur zusätzlich zur deutschen aus, erscheint auf der Tastatur ein Globus-Symbol, mit dem man zwischen den Tastaturen hin und her switchen kann und so Zugang zu den griechischen Buchstaben hat, die speziell in naturwissenschaftlichen Texten oft vorkommen.

Fazit: iA Writer ist ein sehr empfehlenswerter Editor, speziell für "Autoren", die sich zusammen mit ihrem Text aus dem ablenkenden Alltag verabschieden wollen. 

Ein kleiner Wermutstropfen: Die wirklich sehr nützliche Tastaturerweiterung gibt es nur für den iPad. 
Wer etwas ähnliches für iPhone und iPod möchte, sollte auf die App "Nebulous" zurückgreifen. Die zusätzlichen Tasten sind dort zudem zahlreicher und - sie können vom Nutzer individuell belegt werden.